Qualitätsentwicklung

Die Leitvorstellungen der Schloss-Schule entwickelten sich aus den Leitlinien für unsere Schulart.  Wir wollen unsere Schule zu einem Lebens- Lern- und Handlungsraum entwickeln.

Die zentralen Ziele sind: 

    * Die Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Möglichkeiten zum selbstständigen und gemeinsamen Leben, Lernen und Handeln zu befähigen.

    * Auf die Integration der Schülerinnen und Schüler in Schule, Beruf und Gesellschaft hin zu wirken und einer besonderen Form der Berufsreife zu zuführen.

Um diese Ziele zu erreichen, hat sich die Schloss-Schule nachfolgende, pädagogische Schwerpunkte gesetzt und realisiert. Dabei befinden wir uns in einem permanenten Prozess, der immer wieder überprüft, ergänzt und erneuert werden muss.

Unsere pädagogischen Schwerpunkte:

Schulsozialarbeit

Ganztagsschule

Sonderpädagogische Förderung an Grundschulen

Entwicklung eigener Lehrpläne (Deutsch, Mathematik, Arbeitslehre)

Qualitätsprogramm Schwerpunkt "Lesen"

Öffnung der Schule in die Stadt

Gewaltprävention

Intensive Vorbereitung auf den Einstieg in das Berufsleben

Handlungsorientierter Computerunterricht

Kurzerläuterungen zu den pädagogischen Schwerpunkten:

Ganztagsschule in offener Form.
Entwicklung und Umsetzung einer pädagogischen und organisatorischen Konzeption. Alle nachfolgenden, pädagogischen Schwerpunkte sind mit dieser Konzeption verwoben.
Rund 50 % der Schülerinnen und Schüler besuchen die Ganztagsschule.

Sonderpädagogische Förderung
an Grundschulen wird in drei Formen umgesetzt:

Integrierte Förderung, Einzelintegrationsmaßnahmen und an einer Schwerpunktschule.
Zusammenarbeit zwischen den Schulen, Beratung der Eltern und intensive Förderung der Schülerinnen und Schüler. 

Intensive Vorbereitung auf den Einstieg in das Berufsleben
durch Betriebserkundungen, Lernen in Projekten ( technisches Werken, Hauswirtschaft, Unterricht am Computer, technisches Zeichnen ) und Leistungskursen ( Deutsch, Mathematik ) in den achten und neunten Klassen.
Betriebspraktika, Zusammenarbeit mit zukünftigen, überbetrieblichen Ausbildungsstellen ( z.B. ZAB, CJD, BBW, Handwerkskammer).

Handlungsorientierter Computerunterricht
 ist ein festes Element im Bereich des Faches Arbeitslehre.
Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe gezielt an die Arbeit mit dem Computer herangeführt.

Die Entwicklung eigener Lehrpläne
 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Arbeitslehre wurde auf der Basis der bestehenden Lehrpläne durchgeführt. Ziel ist es, die Lehrpläne auf den individuellen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler aus zu richten und einen Konsens im Kollegium über die verpflichtenden Inhalte herbei zu führen.

Schulsozialarbeit
 ist an der Schloss-Schule seit drei Jahren fest etabliert (eine volle Stelle). Dies bedeutet eine dauerhaft vereinbarte, gleichberechtigte und strukturierte Kooperation von Jugendhilfe und Schule in Person des Schulsozialarbeiters einerseits und den Lehrkräften andererseits, durch die sozialpädagogisches Handeln vor Ort, sowie im Umfeld der Schule ermöglicht wird.

Der integrative Arbeitsansatz umfasst nachfolgende Kernbereiche: Einzelhilfe, soziale Arbeit in und mit Klassen, Projektarbeit, Begleitung des Übergangs Schule - Beruf, Fort- und Weiterbildung und  Praxisberatung.

Gewaltprävention
 an der Schloss-Schule ist gekennzeichnet durch Projekte zur Prävention aus den verschiedensten Bereichen, u.a. Drogen, Missbrauch, AIDS, Mädchen- und Jungenarbeit.

Ein Schwerpunkt bildet die Streitschlichter-Ausbildung und die Teilnahme am Programm zur Primärprävention ( PROPP ).

Zusammenarbeit mit den Jugendbeauftragten der Polizei, Kontaktbeamten, Sachbereich Jugendkriminalität und Mitarbeit im Rat zur Kriminalitätsverhütung der Stadt Ludwigshafen. Enge Zusammenarbeit mit den Sozialen Diensten der Stadt. 

Öffnung der Schule
 in die Stadt durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen städtischen Einrichtungen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und dem Arbeitskreis Jugendhilfe und Schule.

 Ein weiterer Schritt zur Qualitätsentwicklung ist die Erstellung eines Qualitätsprogramms mit dem Schwerpunkt "Maßnahmen zur Stärkung des Leseverständnisses als Basiskompetenz aller Schülerinnen und Schüler" der Schloss-Schule.

Zur Erstellung dieses Qualitätsprogramms arbeitete eine Steuergruppe ( 13 Kolleginnen und Kollegen ), die sich in drei Untergruppen für die drei Schulstufen untergliederten. Diese Gruppe hat das Qualitätsprogramm entwickelt und die Zwischenergebnisse in das Kollegium rückgespiegelt. Das Qualitätsprogramm wurde am 16. 07. 2003 beschlossen.

Vorgehensweise in sechs Schritten:

1

Einrichtung einer Steuergruppe und Bildung von drei Steuergruppen- Stufenteams. Vorplanung und Festlegung der Ausrichtung des Qualitätsprogramms auf den Bereich der Leseförderung.

2

Ist-Stand Ermittlung: die individuellen Leseleistungen aller Schüler der Schloss-Schule wurden durch informelle Lesetests und den Zürcher Lesetest erfasst. Information des Kollegiums über die Ergebnisse in einer Gesamtkonferenz.

3

Zielformulierung auf Basis der Überprüfungsergebnisse. Arbeit in den Stufenteams und Vorstellung erster Ergebnisse in einer Gesamtkonferenz.

4

Studientag - Thema: Förderung der Lesekompetenz.

5

Formulierung der Feinziele - Vorgehensweise - Zeitleiste - Evaluation - Zielbeschreibung.

6

Beschluss des Qualitätsprogramms am 16.Juli 2003 in einer Konferenz.

Begründung für die Entscheidung, das Qualitätsprogramm auf den Bereich Lesen zu beschränken:

Wie aus dem Vorbericht zu ersehen ist, versucht die Schloss - Schule, sich in vielen, sowohl pädagogischen, als auch organisatorischen Bereichen, weiter zu entwickeln. Diese Prozesse waren und sind sehr intensiv und umfassend.

Bei der Beratung über die Entwicklung eines Qualitätsprogramms kam das Kollegium der Schloss-Schule einmütig zu der Auffassung, sich auf die Förderung des Lesebereichs zu beschränken, diesen Bereich aber intensiv zu bearbeiten und die erarbeiteten Ergebnisse in den nächsten Jahren konsequent umzusetzen.

Das vorgelegte Programm wurde von den Stufenteams in Rückkopplung mit der Steuergruppe und dem Kollegium erarbeitet und am 16.07.2003 beschlossen.